Projekt Hotel Ristorante San Bernardo

9 Was wir umsetzen 9 San Bernardo – Lago Maggiore

Unser erstes und allumfassendes Herzensprojekt

Projekt San Bernardo

Was machen wir bei unseren Projekten denn genau? Wo sind wir unterwegs? Wie läuft das Ganze ab? Welche Herausforderungen überwinden wir in unserem Alltag?

Wir könnten Bücher voll schreiben mit all unseren Erfahrungen. Die nächsten Zeilen schenken einen tiefe, beispielhaften Einblick in unseren hotelharmonischen Alltag.

Kleiner Spoiler: Das Hotel San Bernardo spielt nun seine ganz eigene Melodie.

Bach

Unsere Vorgehensweise beim Hotel Ristorante San Bernardo

Die Ausgangslage schien so perfekt.

Da standen wir Ende 2019 vor einer wahrhaften Perle der Hotellerie – dem Hotel Ristorante San Bernardo im wunderschönen Norden des Lago Maggiores im Bergdorf Contra. Ein etabliertes Gourmet-Restaurant mit anliegendem Boutique-Hotel und zusätzlichem Gruppen-Gästehaus.

Neben der eindrucksvollen Szenerie, die das Auge noch etwas länger verweilen lässt, lagen jedoch auch viele Fragezeichen vor uns, die nach einer Auflösung suchten.

Wie kann ein solches Bisous seit Übernahme vor fünf Jahren bis heute rote Zahlen schreiben trotz täglich vollem Restaurant? Wieso hakt es bei der Vermarktung der Zimmer? Dabei hat das Haus mit seinem hingebungsvollen beiden Spitzenköchen, der weinüberwachsenen Terrasse und dem traumhaften Blick aus den Casa-Zimmern weit über den See doch so viel Potenzial!

Hotel Ristorante San Bernardo in Contra von aussen

Die Spurensuche, die uns Sorgen machte.

So begannen wir erstmal mit Aufklärungsarbeit. Nach intensiver Suche durch Kennzahlen und die Bücher, einem Mysterie-Check und Sondierungsgesprächen mit den Mitarbeitenden wurden wir fündig, lösten das Hauptproblem auf und dann ging alles ganz schnell.

Wir leiteten interne Veränderungen ein, bauten neue Strukturen auf, gingen den Investitionsstau an, ließen die Digitalisierung Einzug erhalten, begannen einen roten Faden in der Vermarktung des Hauses zu spinnen und sichtbar werden zu lassen.

Wir prüften, ob die hauseigene Wäscherei noch sinnvoll sei, installierten ein neues Kassensystem, gaben eine neue Webseite und Social-Media-Marketing in Auftrag. Wir fanden spezielle Handwerker und Gewerke, die uns bei Sonderanfertigungen im Haus halfen. Suchten Vermarktungspartner im Tessin … so veränderte sich unsere Rolle rasch.

Mystery Check im San Bernardo

Das Team musste sich neu vertrauen lernen.

Lisa übernahm das Interims-Management und stellte eine General Managerin ein. Viele finanzielle Abläufe und Diskurse mussten gelöst und optimiert, Kontroll- und Qualitätssysteme eingeführt werden.

Den Fokus setzen wir stark auf das Zusammenspiel des Teams und auch auf die individuelle Förderung der Teammitglieder, da es unter ihnen böse knirschte und das Team auseinanderzubrechen drohte. Es gab kein Vertrauen, wenig Einigkeit und viele ungelöste Streitigkeiten.

Denn Eins ist klar: Ein gutes Hotel lebt mit der Leidenschaft und der Motivation der Mitarbeitenden. Ihr Lachen ist das erste „Ciao“ an der Türe und die letzte Erinnerung „Arrividerci“, die die Gäste mit nach Hause nehmen.

 

Auf Spurensuche im San Bernardo

Hands-On – ran an die Umsetzung.

Schauen wir uns die Umsetzung an.

Marina übernahm die bestehenden Zimmernamen nach klassischen Komponisten benannt, baute musikalische Dekoelemente wie eine umgebaute Klaviertastatur als Kleiderhaken und Notenblätter im Bilderrahmen mit ein, und verwob dies mit den Farben und Materialien eines Weinstocks.

 

Das Erdgeschoss:

Es lebt in erdigen, steinigen Tönen und Deko-Elementen. Wir spielen hier mit Schiefer, Kalkstein, Weinwurzeln, Kork und Holz als Stilelementen.

 

Die Treppe:

wir finden im ersten Stock das dunklere Grün der Weinstock-Blätter und die dunklen, saftig Violetttöne eines vollmundigen Rotweins aus der Gegend, rund um Contra!

 

Im zweiten Stock:

treffen wir auf hellere Grüntöne, der Blätter, die mehr von der Sonne geküsst wurden, als auch zarte Weinblütenfarben.

 

Unterm Dach:

wir finden den Himmel in seiner vollen Pracht. Nachthimmelfarben und an Mond und Sonne erinnernde Deko-Elemente im Schlafzimmer. Frische, muntere Farben und Motive von fliegenden Vögeln im Wohnzimmer, um den Himmel ins Zimmer zu bringen und die Aussicht über die Dächer in den Raum weiterzuziehen.
So erzählt jedes Stockwerk unsere Geschichte von Wein und rundet alles mit passenden musikalischen Elementen ab.

 

Tschaikowski

Zimmer „Tschaikowski“

Angelehnt ans Storytelling Vino e Musica erinnert das Farbkonzept der individuell gestalteten Zimmer an die Wachstumsphasen einer Weinrebe. Im Zimmer „Tschaikowski“ setzten wir warme Brauntöne mit einem dunklen Petrol ein.

Tschaikowski
Hotel San Bernardo Außenansicht

Zimmer „Vivaldi“

Im Zimmer „Vivaldi“ verwendeten wir zartes Grün und erdige Sand-Töne. Die Weinfassbar ist eine Spezialanfertigung, mit der auf clevere Weise Bezug aufs Storytelling genommen wird.

Hotel San Bernardo Außenansicht

Zimmer „Chopin“

Lindgrün und Altrosa sind die dominanten Farben im Zimmer „Chopin“, wie langsam reifende Trauben.

Beethoven

Zimmer „Beethoven“

Ein sattes Dunkelrot mit verschiedenen Violetttönen und Lichtquellen, die an Knospen erinnern.

Beethoven
Bach

Apartment „Bach“

Die Weinrebe wächst vom Parterre ins Dachgeschoss bis zum Apartment „Bach“ mit seinem satten Dunkelrot und olivgrünen Akzenten.

Bach
Bach

Worte, die das Herz berühren.

„Die Zusammenarbeit war einfach genial.“

– Albert Streit – CEO – San Bernardo

„Ende des Jahres 2019 hatte unser Hotel einen schweren Stand. Das Businesskonzept wurde auf den Kopf gestellt. Ein Managementwechsel stand an. Das Team war stark verunsichert und – was wir noch nicht wussten – Corona lies später unser Wiedereröffnungsdatum platzen.
Doch was Frau Boje und Frau Hobi in dieser unruhigen Zeit umgesetzt haben, war außergewöhnlich. Sie schafften es durch behutsame, ehrliche Mitarbeitergespräche, ­‑befragungen und einem Teambuilding-Workshop, unser Personal zu öffnen, ihm Sicherheit zu geben und mit ihm gemeinsam die neue Positionierung und das Storytelling zu „Vino è Musica“ auf den Weg zu bringen.
Die Lockdown-Zeit haben wir genutzt, um unsere Stärken aufzugleisen und Verbesserungen im operativen Geschäft wie Gäste-Highlights auszuarbeiten. Das gab einen großen Motivationsschub und stärkte das Wir-Gefühl sehr.
Wir sind voller Freude, dass wir in wenigen Tagen (Juni 2020) endlich loslegen und eröffnen dürfen, um zu zeigen, was wir können und wer wir als San-Bernardo-Team wirklich sind.
Herzlichen Dank an die Hotelharmonisierer für ihre grossartige Unterstützung.“

– Natascha Colucci – General Managerin – Hotel Ristorante San Bernardo

Vino e Musica im San Bernardo mit Hauswein

Die Details in Wein und Musik

Eine Vino-e-Musica-Box bestehend aus einem Ensemble aus besonderen Weinnasengläsern, die das Bouquet des Weines intensivieren, Rotweinen aus der Region und einer hochwertigen Bluetooth-Musikbox laden dazu ein, festzustellen, dass der Geschmack von Wein auf der eigenen Zunge sich ändert, wenn man dazu verschiedene Musikstile hört.

So haben wir das Storytelling zu Vino e Musica zusätzlich erlebbarer gemacht und verführen seither die Gäste.

Unser Herz schlägt für dieses Projekt.

Wir kamen für ein Projekt und schnell machten wir es zu unserer Herzensangelegenheit. Wir steckten all unsere Expertise in dieses Hotel, um es in die schwarzen Zahlen zu bringen. Und vor allem, um diesen Menschen, die so loyal an ihrer Arbeit hingen, wieder einen Grund zu geben, ihr gut gelaunt und mit Hingabe nachgehen zu können. So verzauberten wir die Räumlichkeiten und die Menschen hauchten den Räumlichkeiten das Leben ein. 

Restaurant Weinnische

Die Herausforderungen, die oft mit Kleinigkeiten ganz groß bewältigt werden.

Neben all dem Schönen muss in der Hotellerie und auch Gastronomie der berufliche Alltag ohne unnötige Wege oder Komplikationen ablaufen. Um das Bestmögliche für die Mitarbeitenden erreichen zu können, arbeiten wir in jeder Position einmal mit und tun dies auch immer wieder: beim Reinmachen und Zimmerwechsel, im Service, an der Bar, im Management und so weiter. Wir gehen sicher, dass die Laufwege stimmen, Hilfsmittel und auch die alltäglichen Notwendigkeiten und Geräte tadellos funktionieren und im Anspruch des Interior Designs berücksichtigt werden.

Für San Bernardo mussten Bondrucker her, Material an anderen Stellen platziert werden. Mehr Tischwäsche und bessere Wege wurden nötig, um den runderen Ablauf zu bewerkstelligen.

Der große Einbauschrank im kleinen Empfangsflur wich einer eigenen Rezeption gebaut aus einem Weinfass, in das wir Drucker und Büromaterialien verstauen, mit einer gebogenen Glasplatte als Tresen, die perfekt die wenigen Quadratmeter Fläche für den Empfang ausnutzt, ohne sie überborden aussehen zu lassen.

Auch das Umstellen der Restauranttische hatte eine große Wirkung auf die Gemütlichkeit und die angenehmere Bedienbarkeit der Gäste nach sich gezogen. „Oft sind es die Kleinigkeiten, die schon Großes bewirken können“, sagt Marina dazu.

Restaurant Weinnische

Wir haben das Umsatzziel trotz Corona übertroffen.

Das Projekt startete nach unserer Prüfung Anfang 2020. Viele vermuten sicher, dass wir jetzt schreiben: Und dann kam Corona! …

Aber nein. Wir mussten zwar unsere Wiedereröffnung vom Frühling in den Sommer verschieben. Dennoch, auch während Corona konnten wir die Umsätze massiv steigern und die Vorjahreszahlen übertrumpfen. Trotz Zwangspause. Die Belegung während den Öffnungszeiten stieg im Hotel auf über 90%. Im Casa sogar von 18% auf 70%.

Auch die Herausforderung des zerstrittenen Teams meisterten wir durch viele Gespräche, Teambuilding-Workshops und ganz viel Zuhören.

Unser ganz persönliches Highlight: Niemand aus dem Bestandsteam, nicht ein Teammitglied, hat bis heute, Stand Ende 2021, das Team verlassen. Die Mitarbeitenden verstehen sich hervorragend und wir durften sie begleiten in der Vino-e-Musica-Geschichte aufzugehen und sie direkt beim Gast erlebbar zu machen.

Die Begeisterung der Gäste steigt immer weiter. Aus vielen neuen Gästen wurden Stammgäste, die immer noch Neues entdecken in unserem Weinrebstock.

Restaurant Weinnische

So geht’s weiter.

Unsere Zusammenarbeit mit dem Hotel Ristorante San Bernardo entwickelte sich schnell anders, als wir erwarteten. Sie wurde zu einer unserer umfassendsten Erfahrungen und gleichzeitig zu dem Projekt, das uns am längsten begleitet und auch bis heute nicht verlassen hat. Wir:

1. arbeiten weiterhin mit dem Team zusammen und entwickeln die Persönlichkeiten darin weiter

2. schrauben am Menü- und Lunchkonzept

3. führ(t)en die Deckungsbeitragskalkulation ein

4. verbessern die Einkäufe

5. treiben das Marketing voran

6. schmieden Pläne für das Erobern neuer Zielgruppen

7. beleben die noch ungenutzen Traumterassen neu

8. optimieren das Interior des Casas weiter

Das jetzt in einem Umfeld in dem die Geschichte um Vino e Musica die Gäste und die Mitarbeitenden begeistert.

Restaurant Weinnische
Hotelharmonisierer-Lisa-Boje-Marina-Hobi
Lisa Boje

Businessberaterin und Strategieexpertin

Marina Hobi

Interior-Expertin und Branding-Spezialistin

Erfahrungskästchen

Lasst uns über Eure Menükartenplanung sprechen

Kalkuliert Eure Gerichte sauber durch. Schlagt alle Kosten auf Euren Einkaufspreis nebst Putzverlust anteilig drauf. Pacht, Versicherungen, Instandhaltung, Personal usw. Und vor allem: bitte geht auch hier mit der Zeit. Die Kosten insbesondere fürs Personal sind in den letzten Jahren klar gestiegen. Da kann das Gericht nicht genauso viel kosten wie vor ein paar Jahren, als wir noch die Aufschlagskalkulation angewendet haben. Zum Schluss zahlt Ihr drauf mit Euren bestverkauften Gerichten und macht Verluste damit. Darauf stoßen wir immer wieder. Was für eine böse Umsatz-Gewinn-Falle. Wir können dies gerne einmal zusammen durchspielen und dann die Gerichte auf Eurer Menükarte herausstellen, die Euch am meisten einbringen.

 

Weniger ist manchmal mehr

Oft braucht es keine großen Veränderungen, um einen Raum in einen Traum zu verwandeln. Eine farbige Wand, ein paar gemütliche Dekokissen, neue Knöpfe an Schubladen, die dem Möbel Persönlichkeit und Individualismus anstecken. Beim Hotel San Bernardo war es sogar noch einfacher: die Tische wurden im Gästeraum einfach umgestellt. Keine Kosten und ein Effekt, der alles veränderte.

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